Raspberry Pi im Test

Beim Raspberry Pi handelt es sich um eine Art Mini-Computer, der von der gleichnamigen Raspberry Pi Foundation, einer Stiftung, konzipiert wurde. Ursprünglich sollte der kleine Computer angehenden Studenten der Cambridge Universität dienlich sein, damit diese noch vor Aufnahme ihres Studiums erste Kenntnisse über Hardware und Programmierungen sammeln können und nicht gänzlich unwissend in Ihr Studium eintreten müssen. Voraussetzung für diese Idee war selbstverständlich, dass der Einplatinencomputer günstig zu erwerben ist. Und das hat nicht nur Vorteile für Studenten. Ganz gleich, wer einen Raspberry Pi kaufen möchte, mehr als 50 Euro wird niemand für das Basis-Modell aufbringen müssen.

Bereits über zwei Millionen Raspberry Pi wurden verkauft

Innerhalb von nur anderthalb Jahren konnte sich der Raspberry Pi über zwei Millionen Mal in über 64 Länder verkaufen. Seit März 2012 läuft das Projekt erst an, seitdem schwebt das Konzept des Billig-Computers in ungeahnte Höhen, mit denen selbst die Erfinder nicht rechnen konnten. Ausgegeben wurde das Verkaufsziel von zwei Millionen Exemplaren für Januar 2014. Umso beeindruckender und überraschender ist es daher, dass dieser Wert bereits im Oktober 2013 erreicht werden konnte.

Raspberry Pi bestellen vor allem technik-affine Menschen, Hobby-Bastler wie professionelle Entwickler gleichermaßen. Der Grund hierfür ist relativ simpel. Der Raspberry Pi eignet sich für verschiedenste Anwendungsgebiete und kommt daher nicht nur in Schulen und Universitäten zum Einsatz, sondern wird auch als Multimedia-Center oder Homeserver, zur Steuerung von Robotern und Drohnen oder als Steuerungsmodul für Kaffeemaschinen  eingesetzt.

Raspberry Pi – ein eigenwilliger Name

Als sich die Dozenten und Erfinder des kleinen Computers an der Universität in Cambridge einen Namen für den Mini-PC ausdenken mussten, war schnell klar, wohin der Weg gehen sollte. Es war die Zeit, in der Technik vor allem mit Früchtenamen versehen wurde. Da „Apple“ bekanntermaßen schon vergebenen war, entschieden sich die Verantwortlichen ganz einfach für „Himbeere“ oder eben „Raspberry“. Der Namenszusatz „Pi“ ist auch nicht ganz zufällig. Manch einer wird vermutlich nun an den englischen Begriff für Torte denken. Ganz so simpel ist es allerdings nicht. „Pi“ ist die Abkürzung für Python, eine einfache aber sehr bekannte Programmiersprache.

Kooperation mit namhaften Unternehmen

Gegründet wurde die Raspberry Pi Stiftung allerdings erst 2009, bestehend aus insgesamt sechs technikbegeisterten und fähigen Menschen. 2011 erschien dann bereits der erste Prototyp, worauf eine ungeahnte Erfolgswelle losgetreten wurde.

Die erste Auflage des Einplatinencomputers bestand aus 1.000 Exemplaren, die allesamt innerhalb kürzester Zeit verkauft wurden. Hieraus resultierte eine zeitweilige Liefer- und Produktionsschwierigkeit. Durch den Zusammenschluss mit den Unternehmen RS Components und Farnell konnte der Verkauf und die Fertigung jedoch wieder aufgenommen werden. Auch heute sind diese Firmen noch für den Vertrieb verantwortlich, wenn auch große Versandhäuser wie Amazon oder eBay den Raspberry Pi ebenfalls anbieten.

Was wird für den Raspberry Pi benötigt?

Wer einen Raspberry Pi nutzen möchte, der benötigt neben der Platine auch noch anderweitige Hardware. Denn der Einplatinencomputer wird relativ „nackt“ ausgeliefert. So ist zusätzliche eine SD-Karte notwendig, auf der das Betriebssystem geschrieben werden muss. Maus und Tastatur ist ebenso wenig dabei wie ein Gehäuse. Auch ein Netzteil sollte sich jeder besorgen, wenn sich hierfür auch die meisten Handy-Ladegeräte umfunktionieren lassen. Sinnvoll mag auch der Kauf eines HDMI-Kabels und eines kleinen Monitors sein.

Natürlich bedarf der Raspberry Pi auch einer Software. Empfehlenswert hier: die „Noobs“. Übersetzt heißt dies so viel wie „Neuling“. Dies sind die Installationsdateien für die Karte. So lassen sich diverse Betriebssysteme ausprobieren. Aktuell ist das Raspbian wohl das bekannteste und beliebteste, da es dem Linux-System sehr ähnlich ist und speziell für den Raspberry Pi entwickelt wurde.

Für die Nutzung des Mini-PCs sind dann allerdings einige Programmierkenntnisse vonnöten. Diverse Tools und Programme erleichtern den Einstieg jedoch enorm. Diese gibt es im Regelfall als Freeware zum Download. Wie die Inbetriebnahme genau funktioniert, das erklären wir in unseren Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf unserer Seite.

Wozu eignet sich der Raspberry Pi?

Die Anwendungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie seine Nutzer. Technisch befindet sich der Einplatinencomputer ungefähr auf dem Leistungsniveau von etwas älteren Smartphones. Allerdings gibt es mittlerweile ein A-Modell und eine B-Version des Raspberry Pi, wobei letzteres mit deutlich mehr Arbeitsspeicher daherkommt und somit auch für etwas anspruchsvollere Aufgaben gerüstet ist. Nichtsdestotrotz ist der Raspberry B ein Schritt zurück in die Vergangenheit, für Bastler und Studenten, Entwickler und Programmierer mit Spaß am Tüfteln.

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